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Gastro Fight Night 3: Bielefeld erlebt ein rauschendes Kampfsportfest

g6Es war ein rauschender Kampfabend in Bielefeld, den die Fans im Club Stereo erleben durften. Die Gastro Fight Night bot bei ihrer dritten Auflage ein Ambiente, dass an Gladiatorenkämpfe erinnerte. Wir können uns nur an wenige Events erinnern, bei denen die Fans so nah am Cage wie gestern in Bielefeld standen. Die Veranstaltung platzte aus allen Nähten und auch die Showeinlage von Schwesta Ewa und die Soundeinlagen von der ACDC Coverband Big Balls fügte sich nahtlos an einen tollen Kampfabend an. Es gab ein gelungenes Comeback von Eddi Pobivanez, viele vorzeitige Siege sowie traurige und unglückliche Verlierer. Die Gastro Fight Night betrieb Samstag tolle Werbung für Kampfsport Made in Germany

Die Kämpfe in der Übersicht:

Main Event: Nicolaj Wagner vs. Ruud Vernooij – MMA Schwergewicht

Lokalmatador Nicolaj Wagner traf im Main Event auf deng8
Niederländischen Hünen Ruud Vernooij. Wagner dominierte zu Beginn den Kampf und erarbeitete sich schnell Vorteile auf den Zetteln der Punktrichter. Er konnte den ersten Takedown setzen und versuchte den Kampf mit schnellen Fäusten zum Kopf von Vernooij zu beenden. Der groß gewachsene Holländer trug einen Cut nach den harten Attacken davon. Allerdings konnte Vernooij seinerseits einen Takedown anbringen. Trotzdem durfte man die Runde an Wagner geben, da er bei seinem Gegner mehr Schaden angerichtet hatte.

Aber in der zweiten und dritten Runde wendete sich das Blatt zugunsten des Niederländers. Wagner wirkte im zweiten Kampf innerhalb von 3 Wochen sehr müde. Er hatte schon zuvor in Karlsruhe gegen Lazar Todev bei Respect FC 15 einen sehr harten Fight absolviert. Der in Ostwestfalen sehr beliebte Wagner versuchte zwar alles, doch fand nicht mehr in den Fight zurück. Aber auch wenn der Lokalmatador derart ausgepowert wirkte, gab er zu keiner Sekunde den nun von Vernooij dominierten Kampf auf. Am einstimmigen Punktsieg des Holländers gab es am Ende nichts mehr zu rütteln. So heißt es jetzt für Wagner Kräfte sammeln und in Ruhe regenerieren.

Co Main Event: Andre Schell vs. Andrius Liudvinavicius – MMA Schwergewicht

g7Andrius Liudvinavicius begann gegen Lokalmatador Andre Schell wie die Feuerwehr. Ein Highkick zum Kopf schüttelte Schell kurz durch. Doch dieser zeigte schnell Reaktion und versuchte seinerseits einen Highkick zum Kopf von Liudvinavicius zu platzieren. Plötzlich ging es sehr schnell: eine Rechte von Liudvinavicius traf Schell voll an die Schläfe. Schell sackte kurz zusammen. Liudvinavicius setzte schnell nach während Schell versuchte aufzustehen, worauf der Referee den Kampf abbrach. Allerdings wird zur Zeit überprüft, obguerilla Liudvinavicius Schell mit dem Knie attackierte, während dieser noch mit 3 Punkten Bodenkontakt hatte. Nach dem vorläufigen Urteil gewann Liudvinavicius den Kampf durch TKO in der ersten Runde. Wenn die Offiziellen nach Sichtung des Videomaterials ein Ergebnis haben, werden wir den endgültigen Ausgang veröffentlichen.

Eddi Pobivanez vs. Mowladi Bersanov – MMA Bantamgewicht

Was für ein Comeback für den von den MMA Fans in Deutschland lange vermissten Eddi Pobivanez. Nachdem sein Teamkollege g5Tataroglu zuvor seinen Kampf unglücklich verloren hatte, konnte sich der SaiyaGym Athlet, der auch Headcoach ist, mit einer eindrucksvollen Leistung nach 2 Jahren Abstinenz wieder zurück auf die MMA Bühne melden. Er kontrollierte das Duell gegen Mowladi Bersanov von Beginn an im Stand und konnte auch den ersten Takedown landen. Er sicherte sich schnell den Rücken seines Gegners und beendete den Kampf durch Rear Naked Choke.

Es ist jetzt abzuwarten, wie es mit Pobivanez weitergeht. Aber nach der Leistung von gestern wollen wir nicht noch einmal 2 Jahre auf einen Kampf warten müssen.

Dirk Ewert vs. Richard Sauer – Boxen Cruisergewicht

Auf diesen Fight hatten sich viele Fans in Bielefeld gefreut. Dirk Ewert trat gegen Richard Sauer an. Dabei zeigte Ewert gegeng4 seinem deutlich jüngeren Widersacher zwar Nehmerqualitäten, doch nachdem er zweimal innerhalb von 10 Sekunden vor dem Ende der ersten Runde angezählt wurde, beendete der Referee diesen Kampf zugunsten von Richard Sauer. Trotzdem konnte man erkennen, was für ein Kämpfer in Dirk Ewert steckte. Respekt vor der Leistung beider Athleten.

Sinan Tataroglu vs. Pieter Buist – MMA Leichtgewicht

Der Athlet vom SaiyaGym begann furios gegen den Holländer und konnte seinen Kontrahenten zweimal zu Boden bringen und mit g3Fäusten bearbeiten. Leider schaffte er es nicht den Kampf in der ersten Runde zu beenden. Doch die erste Runde gewann Tataroglu deutlich. In der zweiten Runde versuchte Tataroglu den Kampf im Stand zu dominieren, aber lief in den Konter von Pieter Buist. Dabei kassierte er eine Guillotine Choke, aus dem er sich nicht mehr befreien konnte und verlor äußerst unglücklich.

Sebastian Herten vs. Eduard Marionneau – Muay Thai

Zu einem Rückkampf traten Sebastian Herten und Eduard Marionneau im Muay Thai an. Wie im ersten Duell gewann wieder Sebastian Herten. Diesmal durch TKO in er 2. Runde.

Ömer Solmaz vs Awat Seuki – MMA Leichtgewicht

Was für ein Auftritt von Ömer Solmaz, der einen starken Auftritt gegen Awat Seuki zeigte. In der ersten Runde konnte der von Ismail Cetinkaya betreute Solmaz seinen Gegner zweimal durch Takedown zu Boden bringen. Er sicherte sich dabei die Sidecontrol und versuchte den Rücken von Seuki zu sichern, wasg2 aber nicht dauerhaft gelang. Die Runde ging deutlich an Solmaz. Die zweite Runde begann wie die Erste aufhörte. Wieder gelang es Solmaz seinen Widersacher mit einem schnellen Takedown auf den Boden zu bringen. Dort bearbeitete er Seuki mit harten, schnellen Fäusten und gewann eindrucksvoll durch TKO in der zweiten Runde.

Stanislav Bak vs. Daniel Martsch – K1

Der dritte Kampf des Abends ging ebenfalls nicht lange. Diesen stoppte allerdings der Referee nach 30 Sekunden. Stanislav Bak
G1 hatte sich den Arm gebrochen, wollte aber im Unwissen um die Schwere seiner Verletzung erst weiterkämpfen.

Viktor Kessler vs. Johannes Michalik – MMA Mittelgewicht

Ein spektakuläres Ende erlebten die Zuschauer im MMA Kampf zwischen Viktor Kessler und Johannes Michalik. Nach 15 Sekunden in der ersten Runde beendete Viktor Kessler mit einer brachialen Linken das Duell gegen Johannes Michalik durch K.O.

Alwina Abrahms vs. Agathe Rivin – Damen K1

Einen beherzten Damen K1 Kampf gewann Agathe Rivinguerilla einstimmig nach Punkten. Beide Mädels schenkten sich in den beiden ersten Runden nichts. In Runde 3 entschied Rivin mit dem Plus an Aktionen den Kampf für sich.

Unser Fazit: Auch wenn uns und den anderen Kollegen von den Medien die Arbeit durch die Vielen Zuschauer erschwert wurde, hat uns dieses Event sehr viel Spaß gemacht. Bitte mehr davon! Den fleißigen Organisatoren Lukas Georg und Max Störck gelang mit der dritten Auflage der Gastro Fight Night ein toller Übergang vom Spaßevent zu einer vollwertigen Kampfsportveranstaltung mit Ambitionen für eine dauerhafte Kampfsportserie.

Ein Lob geht auch an die sehr guten Ring und Punktrichter. Wie vom Veranstalter angekündigt, ließen die Ergebnisse bis auf das Duell zwischen Andre Schell vs. Andrius Liudvinavicius keinen Grund für Diskussionsstoff  überig. Das genannte Duell ist aber auch für uns trotz mehrmaliger Videoansicht sehr schwer zu beurteilen.

RESPECT.FC 16: Martin Merkt vs. Lazar Todev Volume 2

Todev merkt

Die nunmehr 16. Ausgabe der RESPECT.FC in Köln findet am 9. April leider ohne den Kroaten Ivo Cuk (9-8-0) statt. Damit ist klar: das Traumduell gegen den Kölner Martin Merkt (5-0-0) fällt aus. Aber der Organisator hat schnell reagiert und mit dem Bulgaren Lazar Todev (2-2-0) einen sehr unangenehmen Mann als Ersatz für den Schwergewichtstitelkampf gefunden. Da war doch mal was mit diesem Todev, oder? Oh ja; bei WEguerilla LOVE MMA 17 standen sich Merkt und Todev schon einmal gegenüber. Am 28. November 2015 gewann nämlich Merkt in der Stuttgarter Mercedes-Benz Arena nach zwei Runden einstimmig nach Punkten. Allerdings bot der Bulgare dem Combat Club Cologne Shootingstar mächtig Paroli und durfte trotz der Niederlage den Cage erhobenen Hauptes verlassen.

Erst vor zwei Wochen bewies Todev bei RESPECT.FC 15 erneut seine Klasse. In einem spannenden Fight bezwang er den Bielefelder Vorzeigeathleten Nicolaj Wagner nach Punkten. wp-1453017318060.png

Gelingt Todev die Revanche oder macht es Merkt diesmal vorzeitig? Am 9. April in Köln wissen wir mehr.

Interview mit Gastro Fight Night Veranstalter Lukas Georg

Gastro3Lukas Georg ist der Organisator der Gastro Fight Night, die am 2. April in Bielefeld zur dritten Ausgabe einlädt. Obwohl er sich mit seiner Frau zur Zeit in den Flitterwochen in den USA befindet, hat er sich die Zeit für ein Interview mit uns genommen. Wir blicken mit ihm auf  das kommende Ereignis.

Hallo Lukas, es sind keine 2 Wochen mehr bis zur Gastro Fight Night 3. Wie hoch ist die Anspannung in dir und auf was freust du dich am meisten?

Ich bin noch bis Ende der Woche in den Flitterwochen, also ganz entspannt. Wir haben in den vergangenen Woche viel dafür getan, dass die Gastro Fight Night zu einem Erfolg wird. Jetzt ist so ein wenig die Ruhe vor dem Sturm. Angespannt bin ich aber grundsätzlich nicht, den ich freue mich extrem auf das Event und darauf dem ostwestfälischen Publikum eine saubere Fight Night zu liefern.

Wie viel Arbeit steckt bisher in den Vorbereitungen?

Hör bloß auf. Als wir uns entschieden haben die Gastro Fight Night 3 zu machen, haben wir gesagt, dass wir es diesmal richtig machen wollen und haben uns bewusst ein bisschen mehr Vorbereitungszeit genommen. So konnten wir im Vorfeld sämtliche Abläufe besser strukturieren, hatten aber auch mehr Vorlaufzeit, um Hochkaräter wie M1 Referee Lukasz Bosacki für uns zu gewinnen. Wir haben Bock auf ein geiles Event, bei dem es nicht nur sportlich, sondern auch bei den Showeinlagen knallen soll. Dementsprechend kommen fast täglich neue Ideen dazu, die in das System eingearbeitet werden müssen. Eigentlich schaffen wir uns selber immer mehr Arbeit und müssen uns hier und da gegenseitig bremsen. Aber gut, so ist das halt wenn man mit Leidenschaft bei der Sache ist

Auf was seid Ihr zum jetzigen Zeitpunkt stolz?

Auf unsere Internationale Fight Card, die Show Acts sowie den Support und Zuspruch den wir von allen Seiten bekommen. Es ist ja nicht so, dass es nicht diese Momente gibt, in denen man alles in Frage stellt, weil gewisse Dinge nicht so laufen wie sie laufen sollen. Aber wenn man mit Menschen arbeitet, passieren halt Dinge, die man nicht einkalkuliert hat. In diesen Momenten haben wir aber unglaublich viel Rückhalt durch unsere Freunde, Familie und Kollegen erfahren. Das hat uns Antrieb gegeben weiterzumachen und es macht uns stolz, ein solches Umfeld hinter uns zu wissen.

Wer wirkt hinter den Kulissen alles mit?

Die ersten zwei Ausgaben habe ich mit meinem alten Partner Philipp K. durchgezogen. Der ist nach seinem erfolgreich beendetem Studium jedoch zurück in die Heimat gegangen. Seinen Platz hat nun Max Störck eingenommen. Wir kennen uns schon lange und haben in der Vergangenheit mehrfach zusammengearbeitet. Beispielsweise haben wir gemeinsam ein Buch geschrieben, das bald erscheinen wird. Wichtig ist, dass man dem Partner trauen kann, die Kommunikation untereinander stimmt und man sich im Sinne eines gemeinsamen Ziels in gewissen Situationen unterordnen kann.

Also seid ihr beiden auch die Köpfe? Wie ergänzt ihr euch gegenseitig?

Ja, die Hauptverantwortlichen sind Max Störck und ich. Unsere Aufgabenfelder sind nicht klar getrennt oder definiert. Wir sind beide Teamplayer und brauchen auch ständig gegenseitiges Feedback. Von dem her ist eigentlich jeder von uns beiden in gewisser Weise in den jeweiligen Arbeitsprozessen involviert. Jedoch hat jeder seine Stärken und Schwächen. Die Gesamtverantwortung über das Produkt GastroFightNight liegt jedoch bei mir.

Ihr habt euch zwischen der 2. und 3. Ausgabe viel Zeit gelassen. Was waren die Gründe?

Ein Grund war, dass Philipp gegangen ist und ich keinen adäquaten Partner finden konnte. So ein Event zu organisieren bedeutet „Zeit, Arbeit und Geld“ zu investieren. Viele sind nur Schwätzer und wenn es konkret wird, wird denen Schwindelig wp-1453017318060.pngwenn man Ihnen erklärt, was für einen Kostenapparat man im Notfall auffangen muss. Jetzt hatte sich die Möglichkeit zur Zusammenarbeit mit Max ergeben und auch das STEREO hatte signalisiert, dass es wieder an der Zeit sei das Erfolgsformat aufleben zu lassen.

Ihr habt sehr viele Sponsoren und Unterstützer? Wie habt ihr so viele Firmen ins Boot bekommen?

Mein Studium habe ich mir mit Jobs in der Gastronomie finanziert. Irgendwann bin ich dann als Security an der Tür gelandet. Das sind die Jobs, bei denen man viele Leute aller Gesellschaftsschichten kennenlernt. Die Kunst ist es dann, aus diesen Kontakten etwas zu machen. Da wir in der Vergangenheit immer abgeliefert haben, sind dieses Jahr viele Partner auf uns selbst zugekommen, entweder um ihr Produkt zu platzieren oder unsere Werbewege zu nutzen. Wir sind ganz ehrlich, durch die Sponsoren ist es uns auch möglich die Karten für 25 Euro zu verkaufen. Uns war es immer wichtig, dass alle die Möglichkeit haben sollen, sich das Event leisten zu können. Klar, auch 25 Euro sind viel Geld, aber dafür bekommt der Zuschauer viel geboten. Und im Vergleich mit anderen Events, mit vergleichbarer Fightcard, befinden wir uns preislich im unteren Drittel. Gastro fotoMediale Unterstützung bekommen wir z.B. durch euch GFN oder Käfiggeflüster. Das ist uns sehr wichtig. Auf der anderen Seite unterstützt uns unser Umfeld enorm. Eben jeder wie er kann. Einer unserer Jungs hat beispielsweise die Beats für alle von uns produzierten Videos gebastelt.

Was unterscheidet die kommende Ausgabe von den beiden vorangegangenen Events?

Davor haben ausschließlich Gastronomen gegeneinander gekämpft, die kaum Kampfsporterfahrung hatten. Das sportliche Niveau war zwar niedrig, dafür hat man am Abend viel Herz gesehen. Abgerundet wurden die Events mit professionellen Showkämpfen aus dem Boxen und Grappling. So konnten wir das Publikum langsam an den Sport heranführen. Dieses Jahr wollten wir das sportliche Niveau anheben und einen fließenden Übergang ins MMA schaffen.

Bei der Fightcard habt ihr besonders darauf geachtet, Jungs aus der Region zu besetzen. Wie lange musstest du die bekannteren Namen bearbeiten, bis sie zugesagt haben?

Bearbeiten musste ich keinen, jeder hatte Bock vor heimischen Publikum eine geile Show abzuliefern. Andre Schell, Nicolaj Wagner und ich sind ja auch nicht nur freundschaftlich miteinander verbunden, sondern auch geschäftlich. Gemeinsam führen wir die CommuniCare GmbH. Wir sind ein Personaldienstleitungsunternehmen in Ostwestfalen-Lippe (OWL). Wir betreuen alle renommierten Clubs in OWL an der Tür. Durch die Arbeit und die sozialen Kanäle haben die Jungs viele „Fans“. Also ist es ein Pflichttermin, vor heimischen Publikum eine geile Show abzuliefern und sich zu präsentieren. Ich meine, es gibt doch auch nichts besseres als da zu kämpfen, wo man geliebt wird. Ich liebe Jungs wie z.B. André Schell. Der macht einem das Matchmaking einfach. Da kommt nur so was wie: „Egal wen du mir da hinstellst, ich mach das. Hab mal wieder Bock zu kämpfen“. Ein kleines Problem hatte ich mit dem Kampf von Nicolaj Wagner.

Was genau war das Problem bei Nicolaj Wagner?

Als wir begonnen hatten das Event zu bewerben, haben wir direkt zu Beginn die ersten Namen gedropped. Kurz nach eurem Artikel hat sich dann ein renommierter Veranstalter bei Nicolaj gemeldet und wollte ihn abwerben und ihm einen Titelkampf anbieten. Als Veranstalter finde ich das Vorgehen sehr unsportlich und unkollegial. Wir haben bei unserer Zusammenstellung der Fightcard und der Terminierung des Events bewusst auf andere Veranstaltungen Rücksicht genommen. Das ist halt Business. Wenn es um Geld geht, hat die Moral oftmals keinen Platz mehr. Schade eigentlich.

Nicolaj Wagner ist eine Schlüsselfigur auf der Fightcard. Was macht ihn so besonders?

Wie so oft im Sport machen gewisse Charaktere den Unterschied. Nicolaj ist ganz klar ein Sympathieträger und hat sich in den letzten Jahren eine ordentliche Fanbase erarbeitet. Viele die Abends in unsere Clubs kommen, feiern den Sport den wir treiben ab. Für die ist der Wagner kämpferisches Vorbild. Das macht MMA in Deutschland halt auch aus. Die Stars der Szene sind greifbar und nehmen noch am täglichen Leben teil und wohnen nicht in einem goldenen Käfig. Das macht den Sport auch so authentisch.

Eddi Pobivanez gibt sein Comeback. Wie hast du das geschafft?

Eddi ist ein guter Freund, hilft manchmal bei uns an der Tür aus, ist ein Teil unserer kleinen Familie und wir haben ihn auf dem Weg zum eigenen Gym unterstützt. Dementsprechend nutzt er natürlich guerilladieses Event, um sein Gym glänzen zu lassen. Der „Kleine“ lernt schnell wie Netzwerken funktioniert.

Sinan Tataroglu oder auch Eddi Pobivanez gelten als sehr anständige und seriöse Athleten. Was kannst du über diese Jungs sagen?

Das sind alles Sympathieträger und ehrliche Jungs, die Herz, große Demut und viel Dankbarkeit zeigen. Es macht einfach Spaß mit Ihnen zusammenzuarbeiten.

Was ist mit dem Fighter Lukas Georg? Wann sehen wir dich mal wieder im Einsatz?

Nach meinem letzten Sieg gegen Calvin Lyons auf der Aggrellin stand ich gut im Saft und hatte Bock noch zwei Fight dieses Jahr zu machen. Ich hatte aber aufgrund familiärer und beruflicher Baustellen nicht die Zeit für eine anständige Vorbereitung, sonst wäre ich dieses Jahr selber bei der GastroFightNight dabei gewesen.

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Lukas Georg

Gab es auch größere Schwierigkeiten beim Matchmaking?

Hier in Deutschland ist MMA noch ein Wunschkonzert. Besonders beim Matchmaking im Vorfeld der Veranstaltung haben wir das gemerkt. „Mein Junge kämpft nicht gegen seinen eigenen Landsmann, nein der ist ein Grappler oder nein, den kann ich nicht so richtig einschätzen“, waren einige der Absagegründe.

Was meinst du sind die Gründe dafür?

Es fehlt vielen Athleten an Substanz, Mut und Herz für die große Bühne. Meiner Meinung nach geht es beim MMA nicht um eine 0 Bilanz, sondern darum, einen geilen Fight abzuliefern und das Publikum zu begeistern. Das haben einige noch nicht verstanden.

Dazu kommt noch die Uneinigkeit der Szene in Deutschland. Norden, Westen, Süden – jeder macht sein eigenes Ding, was es den Athleten auch nicht gerade einfach macht.

Und wo siehst du Deutschland im internationalen Vergleich?

Da fehlt es an medialer Präsenz im TV und damit der Zugang zu den großen Geldtöpfen. Und es gibt keine Sportfördergelder. Wenn sich die Strukturen in Deutschland nicht ändern sehe ich kaum Möglichkeiten, dass sich konstant deutsche Kämpfer international durchsetzen können. Es wird immer wieder vereinzelt welche geben, die es zu den großen Veranstaltungen schaffen können.

Zurück zur GastroFightNight. Was darf man von euren Showacts erwarten?

In den Pausen wird die AC/DC Coverband „Big Balls“ spielen. Die haben im Raum OWL eine riesen Fanbase. Sie fungieren ein wenig als Hausband und führen musikalisch durch den Abend. Vor dem Main Event wird Schwesta Ewa ein paar Tracks performen. Außerdem stellt Harley Davidson wieder seine geilsten Mopeds im Eingangsbereich auf und sorgt für passendes Ambiente. In unserem „Messebereich“ kann man Shirts von dem Label „Los Pendejos“ erwerben. Außerdem haben wir uns dieses Jahr paar geile Showelemente zum Einlauf einfallen lassen. Lasst euch überraschen.

Gastro Ticket

Wie läuft bisher der Vorverkauf und wo kann man Karten erwerben?

Der VVK läuft erstaunlich gut. Wir müssen zum Glück nicht mit Rabatt Aktionen werben, aber das ist auch der feine Unterschied zu den anderen Promotionen. Wir machen das aus Liebe zum Sport und zum Showevent und nicht aufgrund der Kohle. Sowohl Max als auch ich sind in anderen Jobs fest verankert. Wir haben einen immensen Kostenapparat zu stemmen, aber gerade die Leute in OWL kann man nicht verarschen. Die haben ein gutes Gespür dafür, wer wirklich was auf die Beine stellen will und wer abzocken will. Neu bei uns ist, dass man über unseren Partner Ticketscript Karten online erwerben kann (Hier klicken) sowie an den von uns bekanntgegebenen Vorverkaufsstellen

Ihr veranstaltet im Stereo. Was ist das für eine Location?

Das Stereo ist eine der Topdiskotheken am Boulevard 1, dem Szeneviertel in Bielefeld. Die Disko besteht aus 3 Hallen. In der Main Halle wird der Cage platziert. Es gibt freie Platzwahl und wir öffnen zusätzlich die Galerie mit Blick von oben auf den Cage. Max und ich haben uns bewusst für Stehplätze um den Käfig entschieden, da wir uns dadurch eine tolle Atmosphäre versprechen. Da ich selber schon gekämpft habe, sehe ich das auch mit einem anderen Auge. Ich selber musste mich schon an Orten aufwärmen, da wollen wir nicht mehr drüber reden. Im Stereo haben wir die Möglichkeit die kleinere Halle, den sogenannten „Club“ abzusperren und den Kämpfern zwei Lager zum Aufwärmen zu bieten. Wir legen Matten aus, sorgen für Getränke und natürlich Finger-Food – natürlich alles auf die Sportler zugeschnitten. Außerdem wirft Sporternährung Bielefeld für jeden Fighter ein kleines Supplementpaket in die Mitte.

Schauen wir auf den Tag nach der Gastro Fight Night. Was sollte möglichst passiert sein, damit du zufrieden auf das Ereignis zurückblickst?

Ich hätte gerne volles Haus und das am Ende alle Gäste rausgehen und sagen: „Hey, das war mal ein geiles Event und dieses MMA kann ja richtig unterhaltsam sein“

Gastro Fight Night 3 Hauptkampf steht – Nicolaj Wagner trifft auf Riesen Ruud Vernooij

nicolajEin wahrer Koloss wartet auf Nicolaj Wagner bei der dritten Ausgabe der Kultveranstaltung Gastro Fight Night 3. In Bielefeld trifft der aufstrebende Schwergewichtler am 2. April auf den niederländischen Riesen Ruud Vernooij. Eine wahrer Hingucker den die zahlenden Zuschauer im Club Stereo erwarten dürfen.

Nicolaj Wagner ist sicher kein schmächtiges Kerlchen unter den deutschen MMA Schwergewichtlern. Mit seinen gut 100 Kg bringt er ein ordentliches Gewicht mit den in den Cage. Doch am 2. April muss er sich gegen einen wahren Koloss erwehren. Ruud Vernooij ist stolze 203 cm groß und bringt mindestens 120 Kg auf die Waage. Beeindruckende Zahlen die der Niederländer vom Fight Gym Den Haag seinem deutschen Widersacher entgegenstellt. Und er hat auch etwas auf dem Kasten, was er zuletzt vor 2 Monaten mit einem Sieg gegen den erfahrenen Österreicher Dritan Barjamaj unter Beweis stellen konnte. Bei der Austrian Fight Challenge 2 gewann er gegen Barjamaj durch Split Decicion und konnte erstmals auf großer Bühne auf sich aufmerksam machen. Sein kombinierter Kampfrekord ist mit 3-2-0 zwar nicht furchteinflößend, aber der 24-Jährige steht noch am Anfang seiner Entwicklung. Genau wiewp-1453017318060.png Wagner (2-0-0), dem man einiges zutraut in der Zukunft. Doch will er die in ihn gesteckten Hoffnungen erfüllen, muss er den niederländischen Brocken aus dem Weg räumen. Keine leichte Aufgabe, aber sicherlich machbar. Doch die Zuschauer dürfen sich definitiv freuen. Denn neben den beiden Hauptkämpfern schmücken mit Eddi Pobivanez, Sinan Tataroglu oder Andre Schell, um nur einige zu nennen, weitere Leckerbissen die gelungene Fightcard der dritten Ausgabe der Gastro Fight Night.

Zudem hat man sehr gute Punktrichter und einen namenhaften Weltklasse-Referee verpflichten können. AJ Jerzewski wird mit seinem Team in gewohnter Manier akkurat werten und zweifelhaften Entscheidungen keinen Raum geben. Als Referee ist den Organisatoren ein wahrer Coup gelungen. M1 Global Ringrichter Lukasz Bosacki wird das Geschehen im Cage kontrollieren.

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