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Boxer des Jahres 2016 – Fan Voting

Bei den Boxern  gibt es die etablierten Kämpfer, die Jahr für Jahr alles abräumen und alleine deshalb  Awards gewinnen, weil sie prominente Namen tragen. Und dann gibt es die “Young Guns“,  diejenigen, die Fanherzen höher schlagen lassen und Hoffnungsträger des Deutschen Boxen sind.  Mit der Hilfe von den Fans haben wir drei tolle Athleten gefunden, die  schon viel erreicht haben, aber trotzdem hungrig nach mehr Erfolgen sind. 

Für das Fan Voting sind nominiert:

Das Voting läuft bis Sonntag den 8. Januar 2017  22:00 Uhr.

Ihr seid nicht zufrieden mit dem Teilnehmerfeld? Das sind teilweise die Vorschläge der Fans. Ihr habt die Möglichkeit, uns ab November 2017  neue Vorschläge zu machen.  

Deutschlands Elite im K1 haben wir ebenfalls nicht vergessen. Wir haben für Euch folgende Fighter in der Auswahl für das Fan Voting:

Feigenbutz vs. Keta: „Duell der K.o.-Maschinen“!

Es ist das „Duell der K.o.-Maschinen“: Am 3. Dezember steigt in Karlsruhe der Kampf zwischen Vincent Feigenbutz und Mike Keta um die vakante IBF-Intercontinental Meisterschaft im Super-Mittelgewicht Im Interview verrät Feigenbutz, wie der seinen Kontrahenten einschätzt, warum er so gerne in seiner Heimat boxt, wie er seinen Boxstil weiterentwickelt hat und warum Slowenien der ideale Vorbereitungsort ist.

ran.de: Nach über einem Jahr boxen Sie wieder daheim in Karlsruhe. Wie groß ist die Vorfreude, sich endlich wieder Ihren Fans und Freunden zu präsentieren?

Vincent Feigenbutz: Sehr groß! Karlsruhe ist und bleibt meine Heimat. Ich muss nur fünf Minuten vom Haus meiner Eltern bis zur Ufgauhalle fahren. Und es kommen jede Menge Freunde und Fans. Es wollten noch viel mehr kommen aber leider ist alles nahezu ausverkauft. Alle, die keine Tickets mehr bekommen haben, können sich das Spektakel bei ranFIGHTING.de anschauen.
 
ran.de: Anfang diesen Jahres haben Sie, zusammen mit Ihrem Manager Rainer Gottwald, nach der WM-Niederlage in Offenburg, den Reset-Knopf gedrückt und alles hinterfragt. Wie viel hat Ihnen das rückblickend gebracht?

Feigenbutz: Die einhellige Meinung war „Wir schauen nach vorne und nicht zurück!“. Man lernt aus seinen Fehlern und mit gerade einmal 21 Jahren habe ich noch alles vor mir und viel vor! Ich habe schon gehörig von mir reden gemacht und werde das auch in naher Zukunft weiterhin tun!
 
ran.de: Definitiv haben Sie Ihren Stil angepasst, boxen mit sehr viel mehr Übersicht und wollen den K.o. nicht unbedingt erzwingen. Sind Sie stolz auf diese Entwicklung – quasi vom Schläger zum Boxer?

Feigenbutz: Selbst darüber zu urteilen, fällt mir sehr schwer. Man entwickelt sich im Leben wie im Sport immer weiter und lernt nie aus. Als Mensch bin ich definitiv gewachsen.
 
ran.de: Waren Sie gewissermaßen froh, sich nicht direkt danach wieder dem Druck eines Kampfes in der Heimat auszusetzen? Konnten Sie so befreiter boxen und sich besser entwickeln?

Feigenbutz: Ja, da ist sicherlich etwas dran. Zuhause ist man doch immer einem riesigen Druck ausgeliefert. Aber jetzt ist es Zeit, auch darüber zu stehen – mental bin ich stärker, denn je!

ran.de: Würden Sie sich trotzdem noch als K.o.-Maschine bezeichnen?
Feigenbutz: Das sollen andere entscheiden. Von meinen 26 Profi Kämpfen habe ich 22 durch Knockout für mich entschieden. Taten sagen mehr als Worte und ich werde weitere für mich sprechen lassen! Nur erzwingen werde ich nichts – das habe ich hinter mir gelassen. Überlegt und clever handeln ist jetzt meine Devise.
 
ran.de: Obwohl Sie ruhiger und taktischer im Kampf sowie außerhalb des Rings vorgehen, werden Sie von vielen Boxfans in Deutschland noch als „Großmaul“ bezeichnet. Macht Sie das wütend oder blenden Sie so etwas einfach aus?

Feigenbutz: Man erinnert sich an andere große Stars des Boxsports – auch die haben frisch von der Leber weg geredet. Ich meine das ja nicht böse nur einige Leute haben das in diese Richtung gedreht. Doch abgesehen davon, scheint sich das „Bad Boy“-Image gut zu verkaufen.
 
ran.de: Ihr Gegner am 3. Dezember lautet Mike Keta – wie Sie jemand, der einen großen Offensivdrang in seinen Kämpfen zeigt. Wie wollen Sie diese Herausforderung meistern?
Feigenbutz: Mike Keta ist ein großer Sportler und genießt, wie jeder Gegner, meinen Respekt. Er hat schon viel erreicht und ist ein Volksheld in seinem Geburtsland Albanien – ich würde das auch gerne in Deutschland sein. Deshalb will ich diesen Kampf unbedingt gewinnen. Ich muss den Titel für Deutschland holen!
 
ran.de: Zur abschließenden Vorbereitung auf das Duell mit Keta hat es Sie und Ihr Team in die slowenischen Berge verschlagen. Wieso genau dorthin und was kann man dort besser trainieren, als anderswo?
Feigenbutz: Wer einmal hier war, der weiß warum. Die Luft, die Berge, das klare Wasser, diese einmalige Natur und die Ernährung sowie die kleinen Besonderheiten, die nicht verraten werden – es ist einfach einmalig! Für mich gibt es kein besseres Trainingslager. Wir waren nur einmal nicht zur Vorbereitung in Slowenien und das vor dem verlorenen WM-Kampf gegen Giovanni De Carolis. Daher werde ich in Zukunft hier immer meine Trainingslager abhalten.
 
ran.de: Einen Sieg gegen Keta vorausgesetzt: Wo soll die Reise als nächstes für Sie hingehen?

Feigenbutz: Da will ich jetzt nichts überstürzen. Erst einmal wird der Kampf gegen Keta ein hartes Stück Arbeit. Und wie sagt man so schön: „Nach dem Kampf, ist vor dem Kampf.“ Wir werden mit meinem Manager Rainer Gottwald die Köpfe zusammen stecken und dann entscheiden, wie es weitergehen wird.
 
Neben dem „Duell der K.o.-Maschinen“ zwischen Feigenbutz und Keta will sich im zweiten Hauptkampf des Abends Super-Mittelgewichtler Leon Bauer die Junioren-WM gegen Gheorghe Sabau holen.

Kommentar: Tobias Drews

Feigenbutz vs. Keta am 03. Dezember ab 19:00 Uhr live und exklusiv auf ranFIGHTING.de –  Live Pass 9,99 € (kein Abo Abschluss nötig)

Mehr Informationen und spannende Kampfsport-Events unter www.ranFIGHTING.de

Sauerland verpflichtet Juwel Denis Radovan!

Der Sauerland-Boxstall hat sich die Dienste eines der größten Deutschen Boxhoffnungen gesichert.  Der 24-jährige Denis Radovan gehört in Deutschland aktuell zu den erfolgreichsten Amateurboxern. Der Kölner wird ab dem 1. Dezember zum renommierten Boxstall angehören und schon am 3. Dezember (live auf ranfighting) sein mit Spannung erwartetes Debüt in Rheinstetten geben. Sein Gegner steht mit dem erfahrenen Ungarn Jozsef Racz (7-11-1) auch schon fest. Betreuen wird den Super-Mittelgewichtler niemand geringeres als Jürgen Brähmer und Conny Mittermeier, die erst kürzlich den 24-jährigen Tyron Zeuge  zum Weltmeister im Super-Mittelgewicht geformt haben.
 
 
Die Pressemitteilung im Wortlaut: 
Sauerland verpflichtet Denis Radovan!

Er ist 24 Jahre jung, kommt aus Köln und ist einer der besten Amateur-Boxer Deutschlands. Ab dem 1.12. ist er Profi! Denis Radovan hat beim Sauerland-Boxstall unterschrieben. Schon am 3. Dezember (live auf  ranfighting) wird er in Rheinstetten sein Debüt geben, dabei stellt er sich dem Ungarn Joszef Racz. Trainiert wird der Super-Mittelgewichtler fortan von Jürgen Brähmer und Conny Mittermeier, die erst vor ein paar Wochen Tyron Zeuge (ebenfalls 24) zum Weltmeister im Super-Mittelgewicht machten.

"Denis ist ein absoluter Gewinn für unseren Boxstall. Er bringt alles mit, um ein großer Profiboxer zu werden. Er ist ein wichtiger Baustein für unsere sportliche Zukunft", sagt Sauerland-Geschäftsführer Frederick Ness.

Denis Radovan kam schon mit sieben Jahren zum Boxen. "Mein Vater hat mich dazu gebracht. Und es hat mich sofort gepackt", sagt der sympathische Kölner. In der Jugend und bei den Junioren konnte Radovan u.a. fünf Deutsche Meisterschaften erringen. Mit 14 Jahren wechselte er von seinem Heimatverein SC Colonia 06 auf das Sportinternat in Heidelberg. 2007 holte er EM-Bronze und 2010 ebenfalls Bronze bei der Jugend-Weltmeisterschaft. Bei den Senioren konnte er zwischen 2011 und 2016 zudem zwei Deutsche Meisterschaften gewinnen und drei Mal Vizemeister werden. 2016 krönte er seine erfolgreiche Amateur-Karriere mit dem Gewinn des Chemie-Pokals. Zuletzt trainierte Radovan unter Michael Timm am Olympiastützpunkt in Schwerin. Hier wurde auch Jürgen Brähmer auf Radovan aufmerksam. Brähmer: "Denis gehört auch für mich zu den besten Nachwuchsboxern, die wir momentan in Deutschland haben und ich freue mich, dass ich Denis gemeinsam mit Sauerland davon überzeugen konnte, Profi zu werden. Er wird auch dort seinen Weg gehen, davon bin ich überzeugt.“

Der 24-jährige Kölner, der in Wismar Sportmanagement studiert: "Ich bin glücklich, dass ich mit Sauerland, Jürgen Brähmer sowie Conny Mittermeier starke Partner an meiner Seite habe. Jetzt konzentriere ich mich voll auf meinen ersten Profikampf am 3. Dezember in Rheinstetten, auf den ich mich wahnsinnig freue".