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Fan Votings & Ehrungen: Das sind Eure Besten 2016!

Die Fan Votings 2016 sind vorbei und wir haben alle Gewinner nun zusammen. Beim K1 bei den Herren, den MMA Damen und anderen Kategorien gab es kleinere Überraschungen. Zudem haben wir einige Kategorien diesmal ganz weg gelassen, also keine Votings gestartet. Stattdessen haben wir Ehrungen in Form von Erwähnungen vorgenommen. Obwohl es für das Jahr 2016 keine GFN Awards in der alten Form geben wird, bekommen alle Sieger von Mattenbrand.de einen Siegeraward für die gewonnen Fan Votings überreicht.

Fangen wir bei den Boxern an. Hier haben wir bewusst auf die alten Haudegen verzichtet und setzen auf einen Neuanfang mit 3 Hoffnungsträgern, die das Boxen in Deutschland in neue Gewässer führen können. In der Verlosung waren hier Tyron Zeuge, Leon Bauer und Deniz Ilbay. Hinter allen drei Hoffnungsträgern liegt ein ereignisreiches Jahr 2016 mit großen Erfolgen.

Gewonnen hat das Fan Voting mit riesigem Abstand von über 73 Prozent Deniz Ilbay. Der Kölner musste zwar gegen Egidijus Kavaliauskas, einem der am höchsten gehandelten Männer im Weltergewicht, im April 2016 eine Niederlage einstecken, aber zeigte trotzdem hervorragende Nehmerqualitäten eines echten Champs bei seinem ersten Auftritt im MGM Grand in Las Vegas. Es gab Lob von allen Seiten für Ilbay und sein Team. Anschließend reisten die Kölner nach Namibia, um in der Höhle des Löwen gegen den sehr erfahrenen Lokalmatador Bethuel Ushona seinen ersten Titel bei den Herren zu holen. Nach dem WBF Titel rundete Ilbay das Jahr mit dem GBU Weltmeistertitel ab.

Boxer des Jahres 2016

  1. Deniz Ilbay
  2. Tyron Zeuge
  3. Leon Bauer

Die Siegerin beim Fan Voting – MMA Kämpferin des Jahres 2016 steht fest. Nicht die letztjährige Gewinnerin Katharina Lehner oder die fulminante Debütantin Samia El Khawad konnten einen Sieg davon tragen, nein, es war die von den Fans vehement ins Voting geforderte Mandy Böhm mit fast 66 Prozent der Stimmen. Eine kleine Überraschung, aber nach ihrem starkem Auftritt bei GMC 9 vor heimischer Kulisse kein Wunder. Gegen die stark eingeschätzte Debütantin Sandra Redegeld gewann Böhm in der ersten Runden durch TKO. Man darf gespannt sein, wie das neue Jahr für Mandy Böhm verlaufen wird, die kürzlich auch im K1 für Furore sorgte. Deshalb ist sie auch bei den K1 Damen als Aufsteigerin 2016 vertreten.

MMA Kämpferin des Jahres 2016

  1. Mandy Böhm
  1. Samia El Khawad
  1. Katharina Lehner

Beim Fan Voting K1 Kämpfer des Jahres 2016 gab es eine kleinere Überraschung. Bei dem dem hochklassigen Teilnehmerfeld mit illustren Namen wie Vladimir Tok, Enriko Kehl oder Danyo Ilunga. Hier setzte sich mit klarem Abstand Pascal Schroth, der mit über 48 Prozent gewann.

K1 Kämpfer des Jahres 2016

  1. Pascal Schroth
  2. Vladimir Tok
  3. Enriko Kehl
  4. Danyo Ilunga
  5. Danijel Solaja

Bei den Männern gab es zwei Votings zum MMA Kämpfer des Jahres 2016.

Deutschland hat viele großartige Kämpfer, die sowohl national als auch International für Furore sorgen. Der Gipfel beim MMA ist allerdings die UFC vor Bellator. Wir haben hier in einer Voreinscheidung schon die Fans gefragt und daraus eine Liste mit 3 Namen gefunden. Am Ende waren in der Verlosung Daniel Weichel, Nick Hein und Peter Sobotta.

Gewonnen hat das Voting Daniel Weichel mit über 53 Prozent. Weichel zeigt seit Jahren bei der US Organisation Bellator sehr gute Leistungen und ist ein Aushängeschild für MMA Deutschland und sein Gym

MMA Fighter des Jahres 2016

  1. Daniel Weichel
  2. Nick Hein
  3. Peter Sobotta

Da die Fans auch ihre Lieblinge im deutschsprachigen Raum nicht missen wollten, gab es ein zweites Voting zum MMA Kämpfer des Jahres 2016 Deutschsprachiger Raum.

Hier tummelten sich viele großartige Namen aus der Schweiz, Österreich, Liechtenstein und Deutschland. Und auf den ersten 5 Plätzen waren jeweils 3 Fighter aus Deutschland und jeweils einer aus Österreich und der Schweiz. Gewonnen hat hier der Shootingstar des Jahres 2015, Islam Khapilaev mit über 33 Prozent vor seinem österreichischen Pendant Ismail Naurdiev gefolgt von Kerim Engizek, Benjamin Brander und Lom-Ali Eskijew.

Für den Sieger Islam Khapilaev dürfte der Sieg beim Fan Voting ein kleiner Trost sein. Am Wochenende startete er mit seiner ersten Karriere-Niederlage ins das Jahr 2017. Das ist sicherlich kein Beinbruch für den jungen Deutsch-Tschetschenen, der seinen Fokus weiterhin nach vorne richten darf.

MMA Kämpfer des Jahres 2016 – Deutschsprachiger Raum
  1. Islam Khapilaev
  2. Ismail Naurdiev
  3. Kerim Engizek
  4. Benjamin Brander
  1. Lom-Ali Eskijew

Bei den Kids hatten wir ebenfalls ein Voting gestartet. Mohammed Agaev (51 Prozent) siegte knapp vor seinem schärfsten Rivalen Christian Vodenski (46 Prozent) um die Gunst der Fans.

MMA Kämpfer 2016 Kids

  1. Muhammed Agaev
  2. Christian Vodenski
  3. Alim Aliev
  4. Elwin Huber

Natürlich wollten wir auch bei den Damen beim Boxen und K1 ein Fan Voting starten, aber hier gibt es aus unserer Sicht im Boxen für Nicole Wesner und im K1 für Meryem Uslu aktuell keine Konkurrenz. Es wäre nicht gerechtfertigt gewesen, gegen die beiden hochdekorierten Stars in ihren Disziplinen Aufsteigerinnen und junge Shootingstars antreten zu lassen. Die Seriensiegerin bei den Damen, Dilara Kocak ist mittlerweile beim MMA gelandet. Da wir aber erstmals keine Awards verleihen und bei den wichtigen Kategorien nicht mehr selbst entscheiden wollen, haben wir auch ganz darauf verzichtet hier etwas vorzunehmen. Aber 2017 überlegen wir für solche Fälle eine externe Jury entscheiden zu lassen.

Hier noch weitere Ehrungen (Erwähnungen).

K1 Damen Aufsteigerinnen 2016 (ohne Ranking)

  • Samira Kovacevic (Key Gym)
  • Pervin Tasev (Chikara Berlin)
  • Mandy Böhm (Fightclub Gelsenkirchen)

MMA Kampf des Jahres 2016

  • Lom-Ali Eskijew vs. Saba Bolaghi

     GMC 9 am 19. November 2016 in Gelsenkirchen

MMA Events 2016 (ohne Ranking)

  • TTC – Top Ten Champion 1
  • GFN – Gastro Fight Night 3
  • GMC 9 – German MMA Championship 9

Comeback des Jahres 2016

  • Eddi Pobivanez (MMA)
  • Freddy Kretschmar (k1/ Boxen)

MMA Gym des Jahres 2016

  • Combat Club Cologne

Greatest Of All Time

Muhammad Ali

Eddi Pobivanez trifft bei Cage Warriors 79 auf Jack Shore

Am 4. Juni 2016 sollte Eddi Pobivanez eigentlich Teil der 76. g5Auflage der Cage Warriors im walisischen Newport werden und auf den Lokalmatadoren Jack Shore treffen. Doch aufgrund einer Verletzung des Ostwestfalen wird er nun bei der 79. Ausgabe kämpfen. Wieder in Newport im gleichnamigen Newport Centre trifft Pobivanez am kommenden Samstag endlich auf den schon genannten Shore, der vor seinem Sprung ins Profilager seine Amateurlaufbahn mit einem beeindruckenden Kampfrekord von 12-0-0 beendete.

Jack Shore (2-0-0), dem man eine goldene Zukunft als Profiguerilla voraussagt, errang als Amateur den begehrten IMMAF Europameistertitel. Und schon früh zeichnete sich ab, dass der Brite ein Bodenkämpfer der Extraklasse ist. Beachtliche 9 von 12 Kämpfen beendete das hoffnungsvolle Talent via Submission, bis es zu den Profis ging. Und hier hat Shore seine bisherigen zwei Kämpfe ebenfalls durch Submission beendet. Dabei ist er nicht besonders spezialisiert, z.B auf Armbar oder einen Choke, sondern bietet die ganze Palette der Techniken auf. Der letzte Kampf von Shore fand bei der schon erwähnten Cage Warriors 76 statt, wo er auf den Ersatzkämpfer von Pobivanez, den Franzosen David-Tonatiuth Crol traf, den der Waliser standesgemäß durch Rear-Naked Choke in der ersten besiegen konnte. Aber David-Tonatiuth Crol war eher ein leichter Gegner zu Pobivanez.

g6Eddi Pobivanez (3-1-0) vom Saiya Gym in Bad Salzuflen wird die starke Bilanz und auch den jüngsten Erfolg des Briten wahrgenommen haben, ohne vor Ehrfurcht zu erstarren. Pobivanez kann in puncto Technik mit Shore mithalten und könnte aber im Stand einen kleinen Vorteil haben. Aber auch der charismatische Ostwestfale glänzte bei den Amateuren als Submission-Terminator. Bei 5 Auftritten holte er 5 vorzeitige Siege, alle durch Submission, 4 durch Rear-Naked Choke. Macht eine beeindruckende Quote von 100 Prozent. Davon träumt Shore mit seinen immer noch sehr guten 75 Prozent bei den Amateuren. Beachtlich, Pobivanez schlug als 18-jähriger starke Leute wie Niklas Djember oder auch einen brandgefährlichen Striker Khalid Taha vorzeitig. Doch anders als Shore, wechselte er früher zu den Profis und zeigte auch dort seine Klasse gegen starke Gegner. Pobivanez gewann gegen Enes Bafra vorzeitig, gegen Ömer Cankardesler ging er über die Punkte und gewann zuletzt gegen Mowladi Bersanov durch Rear-Naked Choke erneut vorzeitig.

keepEs wird sicherlich nicht einfach für Pobivanez werden, gegen einen Waliser in dessen Heimat und vor dessen Publikum zu bestehen, besonders mit Hinblick auf ein mögliches Duell über die volle Distanz. Man kann nur auf eine faire Jury in Newport hoffen.

Pobivanez und Shore werden sicherlich auch auf dem Schirm haben, dass mit Superstar Conor McGregor ein anderer talentierter Sportler über Cage Warriors den Sprung zur UFC geschafft hat. Die beiden Duellanten haben beide sicherlich selbst das richtige Rüstzeug für die weltbeste Organisation, aber wir drücken nur Eddi Pobivanez die Daumen, dass er in die Fußstapfen des Iren McGregor treten kann und in naher Zukunft den Sprung schafft. Der Deutsche wäre sicherlich auch von seiner Persönlichkeit ein würdiger und viel gesuchter Deutscher Vertreter.

Den Kampf könnt ihr übrigens über den UFC Fight Pass sehen. Ansonsten  werden wir alles Wissenswerte direkt nach dem Kampf teilen.

Die Fightcard:

Jack Marshman vs. Andreas Michailidis

Scott Clist VS Martin Svensson

Josh Reed VS Martin Sheridan

Dean Trueman VS Arnold Quero

Jack Shore VS Eddi Pobivanez

 

Eddi goes to UK – Pobivanez kämpft bei Cage Warriors 76 in Wales

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EddiPobivanez bei seinem letzten Auftritt gegen MowladiBersanov

Es fehlte etwas ohne ihn in den unteren Gewichtsklassen Deutschlands. Im Gespräch waren immer wieder die gleichen Athleten, wenn es darum ging, auch international durchzustarten. Doch es gab und gibt einen jungen Kämpfer, der sich heute normalerweise neben den nationalen Stars wie Khalid Taha, Saba Bolaghi oder Lom-Ali Eskijew einreihen könnte. Gemeint ist der Ostwestfale Eddi Pobivanez vom Saiya Gym. Der fast Vergessene meldete sich aber kürzlich, nach knapp zweijähriger Abstinenz, zurück auf der deutschen MMA-Bühne. Am 2.April fand das vielbeachtete Comeback des Bad Salzufleners statt. Pobivanez gewann in Bielefeld bei der Gastro Fight Night 3 gegen Mowladi Bersanov vorzeitig und befindet sich nun, knapp 6 Wochen später, auf der Main Card von einer der renommiertesten europäischen MMA Organisationen: Cage Warriors!

Am 4. Juni wird Pobivanez nun Teil der 76. Auflage der Cage Warriors in Newport werden. Im gleichnamigen Newport Centre trifft er auf den Waliser Jack Shore, der als Amateur einen beeindruckenden Kampfrekord von 12-0-0 vorweist. Dabei errang er zuletzt den begehrten IMMAF Europameistertitel. Er bezwang dort zwischen dem 20. und 21. November erst 3 Gegner hintereinander vorzeitig durch Submission, bevor es ins spannende Finale gegen den bis dahin ebenfalls ungeschlagenen Amateur Geir Kare Nyland aus Norwegen ging. Diesen bezwang Shore durch Punktentscheid und wagte weitere 4 Monate späterguerilla den Sprung zu den Profis. Hier hat der talentierte Bodenkämpfer am 5. März diesen Jahres ein gelungenes Debüt gegen einen Aufbaugegner gefeiert. Shore bezwang seinen walisischen Landsmann Tyler Thomas bei der 15. Ausgabe der Pain Pit Fight Night, natürlich vorzeitig, durch Rear Naked Choke. Der Bodenkampf ist sein Element. Durch Submission gewann Shore als Amateur 8 seiner 12 Kämpfe vorzeitig, ansonsten ging es stets über die Punkte. Über eine große Schlagkraft scheint der Waliser allerdings nicht zu verfügen, aber über ein sehr ausgereiftes Grappling.

eddy siegt
Gewonnen: Eddi zeigte Biss bei seinem Comeback

Eddi Pobivanez werden jetzt sicherlich nicht die Knie schlottern, aber er wird als äußerst intelligenter Kämpfer die starke Bilanz des Briten am Boden wahrgenommen haben. Doch Pobivanez glänzte bei den Amateuren selbst als Submission-Maschine. Bei 5 Auftritten holte er 5 vorzeitige Siege, alle durch Submission, 4 durch Rear Naked Choke. Macht eine beeindruckende Quote von 100 Prozent. Dabei schlug er als 18-jähriger starke Leute wie Niklas Djember und Khalid Taha vorzeitig. Doch anders als bei Shore, zeigte er früh seine Klasse auch bei den Profis. Nach seinem Debütsieg am 23. Februar 2013 gegen Enes Bafra, verlor er im Anschluss am gleichen Kampftag bei der No Compromises FC gegen Stefan Hoss nach Punkten. Seinen nächsten Auftritt wagte er erst 14 Monate später dann am 5. April 2014 bei der Respect FC 11 in Dormagen. Dort konnte er einen bedeutenden Punktsieg gegen Ömer Cankardesler feiern. Nun, 2 Jahre später, schaffte er in Bielefeld ein fulminantes Comeback. Mit einem schnellen Sieg in der ersten Runde bezwang er Mowladi Bersanov durch Rear Naked Choke vorzeitig und ebnete sich damit die Tür zur Cage Warriors.

Es wird sicherlich nicht einfach für Pobivanez in der Höhle des Löwen werden, gerade wenn es über die Punkte gehen sollte und  er mit Shore auf einen Gegner mit gleichen Voraussetzungen trifft, der ebenfalls am Boden seine Stärken hat. Doch Pobivanez hätte mit einem Sieg die große Chance es vielleicht einem Conor McGregor gleich zu tun. Der Ire selbst war mehrfach Teil der Cage Warriors und landete darüber bei der UFC.

Mit Hinblick auf die UFC in Hamburg im September keine schlechten Voraussetzungen ausgerechnet jetzt diese Chance zu erhalten. Denn die weltweit bedeutendste MMA Organisation achtet sehr genau darauf, wer sich bei Cage Warriors hervortut.  

Wie dem auch sei: Go Eddi go! 

Gastro Fight Night 3: Bielefeld erlebt ein rauschendes Kampfsportfest

g6Es war ein rauschender Kampfabend in Bielefeld, den die Fans im Club Stereo erleben durften. Die Gastro Fight Night bot bei ihrer dritten Auflage ein Ambiente, dass an Gladiatorenkämpfe erinnerte. Wir können uns nur an wenige Events erinnern, bei denen die Fans so nah am Cage wie gestern in Bielefeld standen. Die Veranstaltung platzte aus allen Nähten und auch die Showeinlage von Schwesta Ewa und die Soundeinlagen von der ACDC Coverband Big Balls fügte sich nahtlos an einen tollen Kampfabend an. Es gab ein gelungenes Comeback von Eddi Pobivanez, viele vorzeitige Siege sowie traurige und unglückliche Verlierer. Die Gastro Fight Night betrieb Samstag tolle Werbung für Kampfsport Made in Germany

Die Kämpfe in der Übersicht:

Main Event: Nicolaj Wagner vs. Ruud Vernooij – MMA Schwergewicht

Lokalmatador Nicolaj Wagner traf im Main Event auf deng8
Niederländischen Hünen Ruud Vernooij. Wagner dominierte zu Beginn den Kampf und erarbeitete sich schnell Vorteile auf den Zetteln der Punktrichter. Er konnte den ersten Takedown setzen und versuchte den Kampf mit schnellen Fäusten zum Kopf von Vernooij zu beenden. Der groß gewachsene Holländer trug einen Cut nach den harten Attacken davon. Allerdings konnte Vernooij seinerseits einen Takedown anbringen. Trotzdem durfte man die Runde an Wagner geben, da er bei seinem Gegner mehr Schaden angerichtet hatte.

Aber in der zweiten und dritten Runde wendete sich das Blatt zugunsten des Niederländers. Wagner wirkte im zweiten Kampf innerhalb von 3 Wochen sehr müde. Er hatte schon zuvor in Karlsruhe gegen Lazar Todev bei Respect FC 15 einen sehr harten Fight absolviert. Der in Ostwestfalen sehr beliebte Wagner versuchte zwar alles, doch fand nicht mehr in den Fight zurück. Aber auch wenn der Lokalmatador derart ausgepowert wirkte, gab er zu keiner Sekunde den nun von Vernooij dominierten Kampf auf. Am einstimmigen Punktsieg des Holländers gab es am Ende nichts mehr zu rütteln. So heißt es jetzt für Wagner Kräfte sammeln und in Ruhe regenerieren.

Co Main Event: Andre Schell vs. Andrius Liudvinavicius – MMA Schwergewicht

g7Andrius Liudvinavicius begann gegen Lokalmatador Andre Schell wie die Feuerwehr. Ein Highkick zum Kopf schüttelte Schell kurz durch. Doch dieser zeigte schnell Reaktion und versuchte seinerseits einen Highkick zum Kopf von Liudvinavicius zu platzieren. Plötzlich ging es sehr schnell: eine Rechte von Liudvinavicius traf Schell voll an die Schläfe. Schell sackte kurz zusammen. Liudvinavicius setzte schnell nach während Schell versuchte aufzustehen, worauf der Referee den Kampf abbrach. Allerdings wird zur Zeit überprüft, obguerilla Liudvinavicius Schell mit dem Knie attackierte, während dieser noch mit 3 Punkten Bodenkontakt hatte. Nach dem vorläufigen Urteil gewann Liudvinavicius den Kampf durch TKO in der ersten Runde. Wenn die Offiziellen nach Sichtung des Videomaterials ein Ergebnis haben, werden wir den endgültigen Ausgang veröffentlichen.

Eddi Pobivanez vs. Mowladi Bersanov – MMA Bantamgewicht

Was für ein Comeback für den von den MMA Fans in Deutschland lange vermissten Eddi Pobivanez. Nachdem sein Teamkollege g5Tataroglu zuvor seinen Kampf unglücklich verloren hatte, konnte sich der SaiyaGym Athlet, der auch Headcoach ist, mit einer eindrucksvollen Leistung nach 2 Jahren Abstinenz wieder zurück auf die MMA Bühne melden. Er kontrollierte das Duell gegen Mowladi Bersanov von Beginn an im Stand und konnte auch den ersten Takedown landen. Er sicherte sich schnell den Rücken seines Gegners und beendete den Kampf durch Rear Naked Choke.

Es ist jetzt abzuwarten, wie es mit Pobivanez weitergeht. Aber nach der Leistung von gestern wollen wir nicht noch einmal 2 Jahre auf einen Kampf warten müssen.

Dirk Ewert vs. Richard Sauer – Boxen Cruisergewicht

Auf diesen Fight hatten sich viele Fans in Bielefeld gefreut. Dirk Ewert trat gegen Richard Sauer an. Dabei zeigte Ewert gegeng4 seinem deutlich jüngeren Widersacher zwar Nehmerqualitäten, doch nachdem er zweimal innerhalb von 10 Sekunden vor dem Ende der ersten Runde angezählt wurde, beendete der Referee diesen Kampf zugunsten von Richard Sauer. Trotzdem konnte man erkennen, was für ein Kämpfer in Dirk Ewert steckte. Respekt vor der Leistung beider Athleten.

Sinan Tataroglu vs. Pieter Buist – MMA Leichtgewicht

Der Athlet vom SaiyaGym begann furios gegen den Holländer und konnte seinen Kontrahenten zweimal zu Boden bringen und mit g3Fäusten bearbeiten. Leider schaffte er es nicht den Kampf in der ersten Runde zu beenden. Doch die erste Runde gewann Tataroglu deutlich. In der zweiten Runde versuchte Tataroglu den Kampf im Stand zu dominieren, aber lief in den Konter von Pieter Buist. Dabei kassierte er eine Guillotine Choke, aus dem er sich nicht mehr befreien konnte und verlor äußerst unglücklich.

Sebastian Herten vs. Eduard Marionneau – Muay Thai

Zu einem Rückkampf traten Sebastian Herten und Eduard Marionneau im Muay Thai an. Wie im ersten Duell gewann wieder Sebastian Herten. Diesmal durch TKO in er 2. Runde.

Ömer Solmaz vs Awat Seuki – MMA Leichtgewicht

Was für ein Auftritt von Ömer Solmaz, der einen starken Auftritt gegen Awat Seuki zeigte. In der ersten Runde konnte der von Ismail Cetinkaya betreute Solmaz seinen Gegner zweimal durch Takedown zu Boden bringen. Er sicherte sich dabei die Sidecontrol und versuchte den Rücken von Seuki zu sichern, wasg2 aber nicht dauerhaft gelang. Die Runde ging deutlich an Solmaz. Die zweite Runde begann wie die Erste aufhörte. Wieder gelang es Solmaz seinen Widersacher mit einem schnellen Takedown auf den Boden zu bringen. Dort bearbeitete er Seuki mit harten, schnellen Fäusten und gewann eindrucksvoll durch TKO in der zweiten Runde.

Stanislav Bak vs. Daniel Martsch – K1

Der dritte Kampf des Abends ging ebenfalls nicht lange. Diesen stoppte allerdings der Referee nach 30 Sekunden. Stanislav Bak
G1 hatte sich den Arm gebrochen, wollte aber im Unwissen um die Schwere seiner Verletzung erst weiterkämpfen.

Viktor Kessler vs. Johannes Michalik – MMA Mittelgewicht

Ein spektakuläres Ende erlebten die Zuschauer im MMA Kampf zwischen Viktor Kessler und Johannes Michalik. Nach 15 Sekunden in der ersten Runde beendete Viktor Kessler mit einer brachialen Linken das Duell gegen Johannes Michalik durch K.O.

Alwina Abrahms vs. Agathe Rivin – Damen K1

Einen beherzten Damen K1 Kampf gewann Agathe Rivinguerilla einstimmig nach Punkten. Beide Mädels schenkten sich in den beiden ersten Runden nichts. In Runde 3 entschied Rivin mit dem Plus an Aktionen den Kampf für sich.

Unser Fazit: Auch wenn uns und den anderen Kollegen von den Medien die Arbeit durch die Vielen Zuschauer erschwert wurde, hat uns dieses Event sehr viel Spaß gemacht. Bitte mehr davon! Den fleißigen Organisatoren Lukas Georg und Max Störck gelang mit der dritten Auflage der Gastro Fight Night ein toller Übergang vom Spaßevent zu einer vollwertigen Kampfsportveranstaltung mit Ambitionen für eine dauerhafte Kampfsportserie.

Ein Lob geht auch an die sehr guten Ring und Punktrichter. Wie vom Veranstalter angekündigt, ließen die Ergebnisse bis auf das Duell zwischen Andre Schell vs. Andrius Liudvinavicius keinen Grund für Diskussionsstoff  überig. Das genannte Duell ist aber auch für uns trotz mehrmaliger Videoansicht sehr schwer zu beurteilen.