Christina Hammer – WBF ändert Urteil in No Contest

WBF-tanzania-World-Boxing-Federation

Respekt vor der World Boxing Federation! Schon am Montag Abend hat die WBF gehandelt und das Kampfergebnis Christina Hammer gegen Anne-Sophie Mathis von Sieg Hammer in ein No Contest geändert.

Damit erhält Mathis ihren Gürtel zurück, nachdem sie gegen die Wertung Protest eingelegt hatte.

Die WBF rechtfertigte ihr Handeln mit Verweis auf die eindeutigen Videobilder und kritisierte im Nachhinein auch Küchlers Verhalten, Hammer für ihr Halten und Klammern nicht geahndet zu haben.

Traurig dabei ist nur, dass größere Sportfachmagazine und Medien trotz erdrückender Beweislage immer noch von einem gerechten Urteil und Schlägen auf den Hinterkopf schreiben und sprechen, damit die Handlung Küchlers gutheißen und damit einen klaren K.O. Sieg von Mathis ignorieren. Etwas mehr Mut zur Wahrheit würde dem Sport sicherlich mehr helfen, als sich geduckt zu halbherzigen Aussagen hinreißen zu lassen. Die Angst demnächst keine Akkreditierung oder Interviews zu erhalten, scheint da ebenfalls eine große Rolle zu spielen.

Die WBO hat indes keine Anstalten gemacht, das Kampfurteil zu ändern und folgt damit vielleicht einer alten Regel: Wer mehr zahlt, behält am Ende den Gürtel.

 

 

Die offizielle Verlautbarung der WBF:

Frau Christel Aujoux legte im Namen von Anne Sophie Mathis Protest gegen die Wertung des WBF Frauen-Super-Weltergewicht Weltmeisterschaft in Dessau, Deutschland, am 26. Juli 2014 zwischen Titelverteidigerin Mathis aus Frankreich und Herausforderin Christina Hammer aus Deutschland mit der Begründung ein, dass:

a) Drei der vier Ring Offiziellen (die ausschließlich von der World Boxing Organization – WBO ernannt wurden und die WBF am Tag des Kampfes informiert wurden) aus dem Land der Herausforderin Christina Hammer, Deutschland stammten.

b) Ringrichter Manfred Küchler nicht einmal Hammers Halten und Klammern verwarnt hatte.

c) Die letzten Schläge von Mathis, die zur Beendigung des Kampfes führten, vollkommen legal waren.

d) Der Ringrichter handelte falsch als Hammer KO ging.

Als Beweis für ihren Protest legte Frau Aujoux vor:

a) Mehrere Internet-Artikel über den Kampf.

b) Video-Aufnahmen von der 5. Runde.

Das richtige Ergebnis wäre gewesen KO Sieg für Mathis – Frau Aujoux Antrag:

a) Der Kampf soll aufgrund der Fehlentscheidung zu No Contest erklärt werden und damit Mathis wieder als WBF Welt Frauen-Super-Weltergewicht-Champion eingesetzt werden.

b) Ein Rückkampf wird empfohlen.

Nach der Überprüfung der Beweise und unter Berücksichtigung des Berichts des WBF Betreuers vor Ort, Jean Marcel Nartz, WBF-Vizepräsident, beschließt der WBF Vorstand, nach einem einstimmigen Entscheid, wie folgt:

1.) Der Protest von Mathis in seiner Gesamtheit ist gerechtfertigt.

2.) Die WBF wird das Ergebnis in NO CONTEST ändern.

3.) Mathis behält daher ihren Welt WBF Frauen-Super-Weltergewicht-Titel.

4.) Ein sofortiger Rückkampf zwischen Mathis und Hammer wird dringend empfohlen.

5.) Diese Entscheidung ist endgültig und unterliegt keinen weiteren Einsprüchen oder Protesten.

Kopenhagen, Dänemark, 28. Juli 2014.

Torben Seemann Hansen

Vorsitzender

WBF Executive Committee