FAIR.FC 3: Samir al Mansouri vs. Musa Jangubaev

Al Mansouri vs Jangubaev FFC3 Plakat GFN TitelDie nächste Bekanntmachung der FAIR.FC für die am 28. März stattfindende dritte Veranstaltung beschert den MMA Fans ein weiteres spannendes Duell. Der Frankfurter Samir al Mansouri trifft auf den Offenburger Musa Jangubaev. Ein Duell zweier unterschiedlicher Kämpfertypen, die eines aber verbindet: Das große Kämpferherz!

Der Niederländer Samir al Mansouri hatte eine große Karriere als Thaiboxer vor Augen. Doch er entschied sich zu einem Wechsel zur Königin unter den Vollkontaktkampfsportarten: MMA – Mixed Martial Arts! Eine Entscheidung, die der Gewinner der Niederländischen Thaibox-Meisterschaften bewusst getroffen haben dürfte. Denn seine Ziele im MMA weichen von denen beim Muay Thai nicht ab – Er will die Nr.1 in der Welt werden und dafür trainiert er im Frankfurter Elitegym MMA Spirit unter hervorragenden Bedingungen und mit Trainingspartnern, die praktisch durch die Bank zur Creme de la Creme der deutschen Kampfsportszene gehören.
Von seinen bisherigen 4 Pro MMA Fights konnte der Frankfurter 2 jeweils durch TKO gewinnen, einmal musste er ein Unentschieden hinnehmen und kassierte zudem am 5. April 2014 bei der Respect 12 seine bislang einzige Niederlage im Mainfight gegen Djamil Chan. Doch ausgerechnet diese Niederlage, die aus Sicht vieler Experten keine war und auch GFN gespalten hatte, zeigte das vorhandene Talent Al Mansouris. Besonders im Stand konnte er damals seine Reichweitenvorteile für sich nutzen und brachte den favorisierten Chan mit seinem Jab mehrfach in höchste Bedrängnis. Doch die Frage war damals, wie sich der ehemalige Thaiboxer am Boden schlagen würde – Die Antwort war überraschend: Mehr als gut! Mehrere Takedownversuche konterte Al Mansouri geschickt und war er doch mal in den Bodenkampf verwickelt, schaffte er es aus der Guard seinen starken Gegner zu naturalisieren. So gewann am Ende zwar Djamil Chan den Kampf, doch letztendlich ohne eine entscheidende Aktion gesetzt zu haben. Seither hat sich der Niederländer abermals verbessert und wird bei der FAIR.FC 3 versuchen, seinen hoch gesteckten Zielen ein Stück näher zu kommen.

Doch so einfach wird das nicht werden. Sein Gegner ist der furchtlose Tschetschene Musa Jangubaev von Mirkos Fightgym Offenburg. Jangubaev ist eine der besten Leichtgewichtler in Deutschland, der in unserer unabhängigen Rangliste zu den Top 10 gehört, auch wenn er zuletzt zwei bittere Niederlagen einstecken musste. Die letzte war gegen einen der besten deutschen Kämpfer überhaupt: Ruben Crawford!
Bei der Judgment Night 3 verlor der Tschetschene nach kontrolliertem Beginn im Stand seine Linie und fand sich schnell in ungünstiger Lage am Boden wieder, aus der er keine Kontrolle mehr fand. Nach einem Schlaghagel von Crawford musste er den Kampf abschenken. Aber Jangubaev wird sicherlich nicht seinen dritten Kampf in Folge verlieren wollen und das Duell gegen Crawford analysieren und aus seinen Fehlern lernen. Natürlich wird das gegen einen brandgefährlichen Striker wie Al Mansouri ein ganz anderer Kampf werden, doch es werden sich auch ganz andere Chancen auftun, die er vielleicht als erfahrener Ringer mit schnellen Takedowns und dem Verlagern des Matches auf den Boden eher findet, als in einem Duell im Stand.
Bei einem kann man sich aber sicher sein: Jangubaev und Al Mansouri werden sich nichts schenken und den Zuschauern eine große Schlacht zwischen zwei großartigen Athleten bieten.

Chapeau Isa Topal und Kevin Saszik! Während einige wenige Organisationen, die auf sich viel halten, mit Mismatches glänzen und mit ungleichen Kämpfen den Zuschauern praktisch Opfer gegen Löwen präsentieren, zeigt man mit der ausgewogenen Fightcard der FAIR.FC, wie man homogene Fights auf hohem Niveau präsentiert.

Unterdessen gab die FAIR.FC bekannt, die vierte Auflage in Hessen abhalten zu wollen. Der nächste Schritt zum nationalen Event und raus aus NRW wird also gewagt.

Von Attila Revada