KSW 65: Roberto Soldic krönt sich zum ultimativen KSW-König

KSW 65: Roberto Soldic krönt sich zum ultimativen König der KSW

19.12.2021

Im Hauptkampf von KSW 65 am Samstag in Gliwice (Gleiwitz), bezwang der Kroate Roberto Soldic die KSW-Legende Mamed Khalidov mit einem spektakulären KO in der zweiten Runde. Dadurch nahm er Khalidov den Titel ab und darf sich ab sofort Mittel- und Weltergewichtchampion der polnischen MMA-Organisation nennen.

Erst Knockout, dann Umarmung

Das Duell war zwei Runden lang hart umkämpft, bis Soldic (20-3) in einem wilden Schlagabtausch einen harten Punch landete. Khalidov (35-8-2) blieb nach dem KO länger auf dem Boden liegen. Schließlich konnte er benommen aufstehen und ging zu Soldic, wo sich die beiden in der Käfigmitte umarmten. Khalidov war schon immer ein großer Sportsmann. Soldic steht dem Altmeister allerdings in nichts nach. Als die Fans nach dem Kampf ihren neuen König feiern wollten, forderte der Kämpfer vom UFD-Gym Düsseldorf die Zuschauer auf, nicht mehr zu jubeln. Zu diesem Zeitpunkt lag Khalidov noch benommen am Boden. So zollt man einer Legende den nötigen Respekt. Bravo Roberto Soldic.

Soldic glaubt an seine Fähigkeiten 

Mit dem Sieg gegen die Legende feierte Soldic seinen dritten Knockout und siebten Erfolg in Folge bei KSW. Nach dem Kampf zeigte sich der Kämpfer vom UFD-Gym weiter fokussiert.

„Was soll ich sagen? Ich feiere nicht“, sagte Soldic nach dem Kampf. „Ich habe das schon einmal gesagt und bin nicht überrascht. Ich glaube an meine Hände. Ich glaube an mein Ringen, ich glaube an meine Kondition und ich danke euch für die Unterstützung.

Auch für Khalidov hatte Soldic warme Worte übrig.

„Mamed ist für immer eine Legende. Er wird nie als Legende sterben. Also danke an Mamed für den Kampf. Was soll ich sagen?“

Mamed Khalidov ist altersbedingt nicht mehr in seiner Prime. Trotzdem gebührt dem gebürtigen Tschetschenen große Ehre, dass er mit seinen 41 Jahren sich noch mit einer „Kampfmaschine“ wie Soldic in den Käfig stellt und ihm bis zum Knockout Paroli bieten konnte. Soldic ist mit diesem Sieg nicht nur zum ultimativen König von KSW aufstiegen, sondern geht als Legende in die Analen des europäischen MMA ein.

Soldic hat noch große Ziele bei KSW

Nach dem Kampf überraschte Soldic viele Fans und Journalisten mit der Aussage, dass er bei KSW noch Ziele verfolgt. Es wurde eigentlich damit gerechnet, dass der 26-jährige Kroate ab 2022 in die UFC wechselt, die sehr großen Bedarf an Kämpfern vom Kaliber Soldic hat. Auf die Frage, was als nächstes ansteht, sagte Soldic, dass er in die Halbschwergewichtsklasse aufsteigen möchte, um Champion Tomasz Narkun herauszufordern und dreifacher Champion zu werden.

Das ist eine Ansage und vor allem ein Ziel, um sich endgültig unsterblich zu machen.

Lom-Ali Eskiev (Eskijew) zeigt starke Leistung

Auch Lom-Ali Eskijew zeigte eine starke Leistung. Im drittletzten Kampf der Hauptkarte setzte sich der „Löwe“ gegen den ehemaligen UFC-Kämpfer Damian Stasiak einstimmig nach Punkten durch. 

Marc Doussis erleidet erste Karriereniederlage 

Marc Doussis konnte seinen ersten Auftritt bei KSW nicht vergolden. Der Kämpfer vom Team Zawada verlor gegen den Polen Damian Piwowarczyk durch Submission in der zweiten Runde. 

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Die vollständigen Ergebnisse von KSW 65:

  • Roberto Soldic besiegt Mamed Khalidov durch KO (Punch) – Runde 2, 3:40
  • Salahdine Parnasse besiegt Daniel Torres durch einstimmige Entscheidung (50-45, 49-46, 48-47)
  • Lom-Ali Eskijew besiegt Damian Stasiak durch einstimmige Entscheidung (30-26, 29-28, 29-27)
  • Roman Szymanski besiegt Mateusz Legierski durch TKO (Schläge) – Runde 2, 4:47
  • Michal Kita besiegt Marek Samociuk durch TKO (Schläge) – 1. Runde, 3:22
  • Adam Niedzwiedz vs. Miroslav Broz endet mit einem Mehrheits-Unentschieden (29-28 Niedzwiedz, 28-28, 28-28)
  • Damian Piwowarczyk besiegt Marc Doussis durch Submission (Triangle Armbar) – 2. Runde, 2:22
  • Anita Bekus besiegt Magdalena Sormova durch einstimmige Entscheidung (29-28, 29-28, 29-28)
  • Patryk Likus besiegt Piotr Olszynka durch KO (Spinning Ellbogen) – 2. Runde, 4:59
  • Shamad Erzanukaev besiegt Bartosz Rewera durch einstimmige Entscheidung (30-26, 30-27, 30-27)